Vitamin C – Gemüse gedünstet besser als Obst

Buch Wurzelwerk

Winter ist Eintopfzeit. Dünsten fördert die Aufnahme von Vitamin C aus Gemüse. So liefert gedünstetes Sauerkraut sogar mehr Vitamin C als rohes. Warum das so ist? Zu viel Ascorbinsäure (Vit. C) würde der Zelle selber nicht gut tun. Darum wird es fest verpackt. Diese Verpackung ist erst mit sanfter Hitze zu knacken. Vitamin C beim Aufbau von Dopamin ist wichtig ist zur Überwindung von Winterdepression, es „glättet die Wogen den Alltags“, löst so Wohlgefühl aus, steigert unsere Motivation, und lässt uns froh und munter sein. Der Eintopf-Lust steht also nichts entgegen!

In Kombination mit Niacin (in Erbsen und Hähnchen) und Vitamin B6 (in Fisch, Avocado, Vollkorn) steuert Vitamin C auch die Produktion von L-Carnitin. Dieses schleppt die Fettsäuren in die Mitochondrien, so wird die Fettverbrennung angeheizt und der Abbau von Muskeleiweiß reduziert. Wenn die Bewegung im Winter noch weniger wird, die Bürotage lang, sind diese Gerichte besonders zu empfehlen:

  • Gemüse-Antipasti mit Piment oder etwas Zimt
  • eine schöne Minestrone mit Ingwer
  • Ente mit Rotkohl (aufgewärmtes Kraut schmeckt noch besser
  • Wirsing-Orangen-Salat mit Frischkäse-Dressing und Walnüssen
  • Rezepte dazu finden Sie in meinem Buch WURZELWERK, Thorbecke-Verlag

Von einer saisonal passenden Ernährung und Vitamin-C-reichen Kohlsorten  profitieren Eltern mit Kinderwunsch besonders: Vitamin C erhöht die Überlebensdauer der Spermien. Frauen ohne Kinderwunsch profitieren ebenfalls von der Vitamin C -Zulage durch eine verbesserte Aufnahme von Eisen: beide Mikronährstoffe sind für die Blutbildung und ein straffes Bindegewebe nützlich. Zudem stärken sie den Schleimhautschutz und damit auch die Immunabwehr.

Besser als schlapp rumzuhängen und auf den Frühling zu warten ist es doch, sich in der Küche ein herrliches Menü aus Wintergemüse zu zaubern. Der Vitaminboost tut gut!